Kreativität beginnt mit der Bereitschaft, sich selbst und die Umwelt aufmerksam mit allen Sinnen und dem Verstand wahrzunehmen.

Eines der Abenteuer unserer Zeit, eines der Abenteuer, für die es sich lohnt aufzustehen und Energie und Lust zu investieren, eines jener Abenteuer also, die uns bis an die Grenzen unserer Fähigkeiten führen, eines dieser Abenteuer, die wir uns als Kinder wünschten, eines der Abenteuer, die uns manchmal auf den Wecker gehen, dieses Abenteuer, das bis zur erlösenden Formel „Bestanden!“ durchlebt werden muss ...

Eines dieser Abenteuer …

... ist die sorgfältige, achtsame und zukunftsorientierte Etablierung eines transparenten Interkulturellen Dialoges in unserer winzig gewordenen Welt.


Was ist Interkultureller Dialog? Womit hat er zu tun?
Er hat zu tun mit allem, was uns zu Menschen macht: mit unserer Gabe, uns in Andere einzufühlen. Mit der Gabe, uns schwierigen Situationen zu stellen. Mit unserem Interesse am Fremden, am Neuen, am Unterschiedlichen, am Gemeinsamen. Mit unseren 5 Sinnen: dem Riechen, dem Schmecken, dem (Zu-) Hören, dem Sehen, dem (Be-) Greifen/ Fühlen.
Interkultureller Dialog hat zu tun mit unserer Fähigkeit, einzusehen, dass eine friedliche, also lebenswerte, Welt nur auf der gemeinsamen Teilhabe und Teilnahme erwachsen kann. Und somit hat er zu tun mit der Lust gemeinsam zu lachen, gemeinsam zu streiten, gemeinsam zu debattieren, gemeinsam zu forschen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, sozialem Status und Alter der Menschen, mit denen wir dies tun.
Meines Erachtens findet ein Interkultureller Dialog da statt, wo mehrere Menschen mit unterschiedlichen Werten aufeinander treffen und versuchen, einander zu verstehen. Und da fällt mir ein, dass das Höchste vielleicht die Geduld ist, die wir für diese Begegnung brauchen. Und das Selbstverständlichste (oder das Kostbarste?) die Liebe.

Wann ist die Welt so, dass ich mich sicher darin fühle?
Die Welt scheint mir dann sicher und gut für mich, wenn ich mich traue, jeden anderen Menschen so zu erkennen, wie er/ sie erkannt werden möchte. Und wenn ich anerkennen kann, dass er oder sie eben genau so ist, wie er oder sie ist. Sie scheint mir dann sicher und gut für mich, wenn ich auch mich selbst Jedem so zeigen kann, wie ich mich fühle. Mit Lust und Achtsamkeit für mich selbst.
In einer Welt, in der ich mich sicher und gut fühle, tragen alle gemeinsam die Verantwortung für Leben und Lebensqualität. Und sie tragen diese Verantwortung gern, weil sie die Freude am Erfolg ihrer Bemühungen täglich erfahren.
Und Fehler/ Irrtümer/ Unterschiede sind Geschenke für alle, die als bereichernd erkannt werden. Unterschiede genießen ein hohes Ansehen in der Welt, von der ich träume.

Wann kann diese Welt so sein, wie ich sie mir wünsche?
Erst wenn allgemein anerkannt wird, dass das Gefühl, beheimatet zu sein, die Voraussetzung für Menschlichkeit, Verantwortungsbereitschaft, Offenheit für den Dialog ist. Damit jemand bereit ist, persönliche Zeit und Kraft einzubringen, um mitzuwirken an der Gestaltung der Gesellschaft, muss dieser Mensch das Gefühl haben, „zu Hause“ zu sein, muss dieser Mensch wissen und spüren können, dass es sein/ ihr „Haus“ ist, das er/ sie pflegt und vergrößert. (Warum sollte ich für-sorgen für fremdes Eigentum? Womöglich noch unter den misstrauischen Blicken des Besitzers!)

Wenn nachbarschaftliche und bürgerschaftliche Projekte sich auch als gewaltpräventive Schritte – also als Friedensarbeit - verstehen. Wenn wir die Beispiele, die in anderen europäischen Ländern kennen und nutzen lernen.
Wenn wir begreifen, dass Integration nicht für Ausländer, sondern für die Bewohner und Bewohnerinnen eines Landes insgesamt gedacht sein soll.


Dann gelingt der interkulturelle Dialog – und nicht nur 2012.

www.Rainbow-Paper-Initiative-Hannover.eu

http://www.Dr-Klotz-BusinessTraining.de